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OpenWhispr auf Deutsch

Unabhängige Anleitung · Freie Software

OpenWhispr auf Deutsch

Quelloffene Spracherkennung, die direkt auf dem eigenen Rechner transkribiert. Ohne Konto, ohne Abo und ohne dass die Stimme an einen Server geschickt wird.

  • 0 €MIT-Lizenz
  • 1.7.6Aktuelle Version
  • 100+Sprachen
  • Win · Mac · LinuxPlattformen

Was ist OpenWhispr?

OpenWhispr ist ein quelloffenes Diktierprogramm: Man spricht, und der Text erscheint in der gerade genutzten Anwendung – im Browser, im E-Mail-Programm oder im Editor. Der entscheidende Unterschied zu den meisten Alternativen liegt darin, wo die Transkription stattfindet: standardmäßig auf dem eigenen Rechner. Die Aufnahme verlässt das Gerät nicht.

Technisch setzt das Programm auf whisper.cpp, eine lokale Umsetzung des Whisper-Modells von OpenAI, und unterstützt zusätzlich die Parakeet-Modelle von NVIDIA. Dadurch funktioniert es ohne Internetverbindung und ohne Benutzerkonto. Eine Verarbeitung in der Cloud ist möglich, aber optional und kostenpflichtig – wahlweise auch mit eigenen API-Schlüsseln.

Bedient wird es über ein globales Tastenkürzel: Alt + Leertaste gedrückt halten (⌥ + Leertaste auf dem Mac), sprechen, loslassen – der Text wird automatisch geschrieben. Erkannt werden über 100 Sprachen mit automatischer Erkennung, Deutsch ist ohne weitere Einstellungen dabei.

Das Projekt steht unter der MIT-Lizenz und ist für private wie kommerzielle Nutzung kostenlos. Aktuelle stabile Version: 1.7.6 vom 18. Juli 2026.

Der eigene Rechner

  • Mikrofon
  • whisper.cpp
  • Text

Das Modell wird einmal heruntergeladen und läuft hier. Das Projekt gibt an, keine Telemetrie zu erheben.

Internet

Die Aufnahmen laufen nicht hierüber. Es gibt eine kostenpflichtige Verarbeitung in der Cloud, standardmäßig aus: wer sie aktiviert, sollte wissen, dass die Daten dann das Gerät verlassen.

Was es kann

Diktieren in jedem Programm

Alt+Leertaste halten, sprechen, loslassen. Der Text landet dort, wo der Cursor steht: E-Mail, Browser, Editor oder Terminal.

Transkription auf dem eigenen Rechner

Das Modell läuft lokal über whisper.cpp. Ohne Verbindung, ohne Konto, und die Audiodaten bleiben auf dem Gerät.

Über 100 Sprachen

Mit automatischer Erkennung. Deutsch funktioniert ohne Konfiguration; seit 1.7.6 kann das Diktat zusätzlich übersetzt werden.

Besprechungsnotizen

Transkribiert Meetings mit Sprechererkennung, ohne einen Bot in die Sitzung zu holen. Vorhandene Audio- und Videodateien lassen sich importieren.

Modell frei wählbar

Von Whisper Tiny (75 MB, am schnellsten) bis Turbo (1,6 GB, am genauesten) – passend zur vorhandenen Hardware.

Kostenlos und quelloffen

MIT-Lizenz, private und kommerzielle Nutzung. Der Quellcode ist einsehbar und das Projekt erhebt keine Telemetriedaten.

Häufige Fragen

Ist es wirklich kostenlos?

Ja. Das Programm steht unter MIT-Lizenz und ist privat wie kommerziell kostenlos; die lokale Transkription kostet nichts. Bezahlt wird nur die Cloud-Verarbeitung, die eine reine Option ist – alternativ lassen sich eigene API-Schlüssel hinterlegen.

Wird eine Internetverbindung benötigt?

Zum Diktieren nicht. Sobald das Modell heruntergeladen ist, läuft die Transkription vollständig lokal. Eine Verbindung braucht es nur, wenn man die Cloud-Verarbeitung oder den KI-Assistenten bewusst einschaltet.

Werden meine Sprachaufnahmen an einen Server geschickt?

Im lokalen Modus nicht: Die Verarbeitung findet auf dem Gerät statt, und das Projekt gibt an, keine Telemetrie zu erheben. Wer die Cloud-Verarbeitung aktiviert, sollte wissen, dass die Daten dann das Gerät verlassen.

Welches Whisper-Modell ist sinnvoll?

Das hängt vom Rechner ab. Tiny (75 MB) und Base (142 MB) sind schnell und reichen für Notizen; Small (466 MB) ist der vernünftige Mittelweg; Medium (1,5 GB) und Turbo (1,6 GB) sind genauer, verlangen aber mehr Leistung. Am besten klein anfangen und bei Bedarf wechseln.

Funktioniert es gut auf Deutsch?

Whisper wurde mit über hundert Sprachen trainiert und Deutsch gehört zu den gut abgedeckten. Die Spracherkennung ist automatisch – es muss nichts umgestellt werden.

Worin unterscheidet es sich von Wispr Flow oder Granola?

Das Projekt versteht sich selbst als freie und kostenlose Alternative zu beiden. Der Unterschied liegt weniger im Funktionsumfang als im Modell: Jene arbeiten im Abo und verarbeiten auf ihren Servern, OpenWhispr ist kostenlos, quelloffen und rechnet lokal, sofern man nichts anderes einstellt.

Wie viel Speicherplatz wird gebraucht?

Das Installationspaket liegt bei rund 234 MB unter Windows und 308 MB auf dem Mac. Dazu kommt das gewählte Modell mit 75 MB bis 1,6 GB.

Welche Berechtigungen verlangt das Programm unter macOS?

Drei, jede für etwas anderes: Mikrofon zum Aufnehmen der Stimme, Bedienungshilfen, damit der Text in die geöffnete Anwendung geschrieben werden darf, und Bildschirmaufnahme nur, wenn Besprechungen transkribiert werden sollen. Alle drei werden unter Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit erteilt und sind auf der Download-Seite einzeln erklärt.

Es wird transkribiert, aber kein Text eingefügt — woran liegt das?

Fast immer an den Bedienungshilfen: macOS erteilt die Berechtigung, die App erkennt sie nicht — eine offene Meldung im Projekt. Die Lösung ist, OpenWhispr aus der Liste der Bedienungshilfen zu entfernen und erneut hinzuzufügen; die genauen Schritte stehen auf der Download-Seite. In der Zwischenzeit landet der Text immer in der Zwischenablage, es geht also nichts verloren.

Warum erscheinen manchmal Sätze, die niemand gesagt hat?

Das ist eine Halluzination des Whisper-Modells in Pausen: es füllt sie gern mit Abschlussfloskeln aus Videos, am häufigsten «Thank you for watching!». Es ist kein Fehler von OpenWhispr. Es tritt seltener auf, wenn die Taste direkt nach dem Sprechen losgelassen wird.

Keine offizielle Seite.

Diese Website ist eine unabhängige deutschsprachige Anleitung und steht in keiner Verbindung zum OpenWhispr-Projekt oder seinen Autoren. OpenWhispr ist Marke der jeweiligen Inhaber und erscheint unter MIT-Lizenz. Die offizielle Seite ist openwhispr.com, der Quellcode liegt auf GitHub.